Miethai frisst Miethai: Raider heißt jetzt Twix, aber ohne Enteignung ändert sich nix

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Pressemitteilung

Die Vonovia SE plant, bis Ende August die Deutsche Wohnen SE zu übernehmen. Auch der fusionierte Wohnungskonzern wäre von einer Vergesellschaftung aller Wohnungsunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin betroffen, wie sie die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen anstrebt.

„Der Druck unserer Kampagne wirkt: Deutsche Wohnen hat sich für eine Übernahme durch Vonovia entschieden in der Hoffnung, dass die Berliner:innen durch einen Namenswechsel das Volksbegehren nicht mehr unterstützen. Wir haben damit einen DAX-Konzern in die Knie gezwungen. Wir sind optimistisch, dass unser Volksbegehren erfolgreich sein wird. Die Berliner:innen werden diesen Deal als Mogelpackung entlarven und erst recht beim Volksentscheid mit ‚Ja‘ stimmen“, sagt Rouzbeh Taheri, Sprecher von Deutsche Wohnen & Co. enteignen.

Die Initiative kritisiert den vorgeschlagenen “Sozialpakt” mit dem Land Berlin. Das Angebot, Wohnungen zu hochspekulierten Marktpreisen zu kaufen, sei unattraktiv. Das kurzfristige Begrenzen von Mietpreisen könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mieten mittel- und langfristig weiter gesteigert werden sollen.

“Wir kennen die Vermietungspraxis von Vonovia: Ihre Spezialität sind überhöhte Nebenkostenabrechnungen, die über Tochterfirmen in die Tasche des Mutterkonzerns zurückfließen. Vonovia wird den Spekulationspreis, den sie für Deutsche Wohnen bezahlen wird, aus den Mieter:innen rausquetschen wollen. Wenn nicht sofort, dann etwas später”, so Jenny Stupka, Sprecherin der Initiative.

Die Initiative “Deutsche Wohnen und Co. enteignen” setzt sich für die Enteignung von Wohnungskonzernen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin ein. Dabei sollen mehr als 240.000 Wohnungen gemäß der Vorlage der Initiative in den Besitz einer Anstalt des öffentlichen Rechts überführt und demokratisch, transparent und gemeinwohlorientiert verwaltet werden.

Die Initiative führt dazu ein Volksbegehren durch. Dafür muss sie in einer viermonatigen Frist bis zum 25.6. mindestens 175.000 gültige Unterschriften für ihr Anliegen sammeln. Der Volksentscheid wird bei Erfolg voraussichtlich am 26.9.2021 zusammen mit den Wahlen zu Bundestag und Abgeordnetenhaus stattfinden.

Download der Pressemitteilung

Kontakt: presse@dwenteignen.de

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