Aktuelle Umfrage bestätigt den Trend

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Mehrheit für Vergesellschaftung profitorientierter Wohnungskonzerne ++
Veranstaltungs- und Aktionshinweise für den Endspurt im Ja-Kampf zum Vergesellschaftungs-Volksentscheid

Pressemitteilung
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Berlin, 21.09.21
Kurz vor der Abstimmung über die Vergesellschaftung großer profitorientierter Immobilienkonzerne am 26. September 2021 spricht sich in einer aktuellen Umfrage des Instituts Civey eine Mehrheit der Berliner:innen für die Vergesellschaftung aus. Damit bekräftigt die Umfrage den Trend aus den letzten „Berlin-Trend“ Umfragen des RBB. Hier hatten sich bereits im April und August dieses Jahres jeweils 47% der Befragten für die Vergesellschaftung ausgesprochen. 43% waren dagegen. Ungefähr 10% der Befragten waren unentschieden.

In der aktuellen Befragung, die Civey im Auftrag der Initative Deutsche Wohnen & Co. enteignen durchgeführt hat, sprechen sich 50% der Befragten für die Vergesellschaftung aus, 43% dagegen. Etwa 7% sind unentschieden oder kennen den Volksentscheid nicht.
Für die Umfrage wurden 1.040 Personen im Zeitraum von 19.8. bis 20.9.2021 befragt.

„Die Zahlen zeigen eine knappe, aber stabile Mehrheit unter den Berliner:innen für die Schaffung eines gemeinwohlorientierten Wohnungswesens durch das Mittel der Vergesellschaftung. Sie zeigen aber auch, dass die Wahl am Ende durch jene entschieden wird, die jetzt noch unentschieden sind. Das ist auf den letzten Metern unseres Ja-Kampfes noch einmal ein großer Ansporn, mit allen Freund:innen, Kolleg:innen und Nachbar:innen ins Gespräch zu kommen und sie von einem Ja zu überzeugen,“ erklärt Jonas Becker, Sprecher der Initiative.

Brisanz hat die Umfrage insbesondere für die Spitzenkandidatin der SPD, Franziska Giffey. Denn deutliche 61% der SPD-Anhänger:innen befürworten die Vergesellschaftung. Giffey lehnt sie bislang ab. „Die Zahlen zeigen, dass die SPD ihre Blockadehaltung aufgeben muss. Giffey kann auf Dauer keine Politik gegen die eigene Wählerschaft machen,“ analysiert Becker. „Eine vorsätzliche Missachtung einer demokratischen Mehrheitsentscheidung der Berliner Bevölkerung ist eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf. Die SPD sollte konkrete Vorschläge machen, wie die Vergesellschaftung umgesetzt werden kann, wenn eine Mehrheit für den Volksentscheid stimmt,“ fordert Becker.

Die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen ruft angesichts der positiven, aber knappen Umfrageergebnisse alle Berliner:innen auf, sich an der Abstimmung am 26. September zu beteiligen. „Wir brauchen jede Stimme, damit Berlin unser Zuhause bleibt,“ sagt Jonas Becker.

Die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen setzt sich für die Vergesellschaftung von profitorientierten Wohnungskonzernen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin ein. Dazu zählen neben Vonovia und Deutsche Wohnen auch Unternehmen wie Heimstaden, Akelius und oder die TAG Immobilien AG. Dabei sollen – gemäß der Vorlage der Initiative – mehr als 240.000 Wohnungen in den Besitz einer Anstalt des öffentlichen Rechts überführt und demokratisch, transparent und gemeinwohlorientiert verwaltet werden.

Sollten Pressevertreter:innen Interesse haben, die Kampagne auf den letzten Metern ihres Ja-Kampfes zu begleiten, empfehlen wir folgende Termine:

→ Wahlrecht für alle!
Diskussion mit Kotti & Co., AG Right to the City for all [DWEnteignen]
und Kein Generalverdacht
Mittwoch, 22.9 um 18 Uhr
am Protest-Gecekondu direkt am Kottbusser Tor
(Kottbusser Str. 2, gegenüber dem Cafe Südblock)

→ Kultur-Event und Straßen-Ja-Kampf am Alexanderplatz
Donnerstag, 23.9. ab 17 Uhr

DWE-Kampagnen-Bus

Redebeiträge

Live-Musik (u.a.: Berliner Band „Il Civetto“)

→ Mit dem DWE-Kampagnen-Bus und vielen Aktiven zum Ja-Kampf
bei den Fußball-Fans von 1.FC Union vs. Arminia Bielefeld
Samstag, 25.9. ab 13 Uhr
am Stadion „Alte Försterei“, An der Wuhlheide 263

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