Initiative Deutsche Wohnen und Co. protestiert gegen Zusammenarbeit mit der Immobilienlobby und für die Umsetzung des Volksentscheids

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„Börsennotierte Immobilienkonzerne sind keine verlässlichen Partner für bezahlbares Wohnen“ +++ Kundgebung seit 8:30 Uhr vor dem Roten Rathaus

Berlin, 21.02.2022. Seit heute morgen um 8:30 Uhr protestieren Mieter:innen anlässlich des zweiten Treffens der SPD-Spitze mit der Immobilienlobby vor dem Roten Rathaus. Sie wollen wissen, warum das „Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbare Mieten“ mit jenen Unternehmen zusammenarbeitet, die die Explosion der Mieten in Berlin vorantreiben.

„Börsennotierte Immobilienkonzerne sind keine verlässlichen Partner für bezahlbares Wohnen. Ihre Aufgabe ist es, Rendite zu erwirtschaften. Die Konsequenzen des Kuschel-Kurses von Giffey und Geisel mit der Immobilienlobby sind vielmehr Mieterhöhungen, Verdrängung und Zwangsräumungen. Der demokratische Auftrag von mehr als einer Million Berliner Wähler:innen an den Senat war aber nicht, jene Immobilienkonzerne zu hofieren, die die Krise mitverursacht haben, sondern sie zu enteignen!“, so Gisèle Beckouche, Sprecherin der Initiative.

Anlässlich der Fusion von Vonovia mit Deutsche Wohnen im letzten Jahr versprachen die Konzerne Mieterhöhungen um maximal 1 % in den nächsten drei Jahren. Doch die Mieten in den Wohnungsbeständen der Immobilienriesen werden weniger als ein Jahr später bis zu 10 % angehoben. Erik Tietz, ein Mieter aus Kreuzberg, sagt:

„Die Deutsche Wohnen verlangt für unsere Wohnung bald 10,5 % mehr im Monat. Dabei investiert sie nichts. Wir haben kein Bad und heizen mit Kohleöfen.“

Von der Zusammenarbeit des Senats mit der Immobilienwirtschaft erhofft sich der Mieter der unsanierten Wohnung an der Skalitzer Straße wenig: „Mein Fall macht deutlich, dass auf Selbstverpflichtungen der Immobilienkonzerne kein Verlass ist. Daran ändern auch Imagekampagnen und Geisels warme Worte nichts.“

Die Initiative fordert, dass der Senat endlich den Volksentscheid umsetzt, für den 59,1 % der Wähler:innen gestimmt haben: „Giffey und Geisel werden als Dreamteam der Demokratieverweigerung in die Berliner Geschichte eingehen, wenn sie weiter Augenwischerei statt Problemlösung betreiben und den Volksentscheid ignorieren“, betont Beckouche abschließend.

Kontakt: presse@dwenteignen.de